Schlechte Gewohnheiten durch neue ersetzen

Mir ist klar, dass die meisten Menschen das nicht hören wollen, denn Regelmäßigkeit ist langweilig. Es ist nicht sehr spannend sich jeden Tag die Zähne zu putzen, aber es wirkt. Der Grund warum ich heute keine Löcher und kein Karies in den Zähnen habe, ist ganz einfach weil ich sie jeden Tag putze.

Es gibt kein Erfolgsgeheimnis.

Keine besondere Zahnpasta, keine spezielle Zahnbürste, keine spezielle Putztechnik, kein Erfolgsgeheimnis. Es gibt Menschen, die glauben, dass ihnen ein bestimmtes Puzzleteil zum Erfolg fehlt. Entweder ist es ein besonderes Geheimnis, das man ihnen vorenthalten hat, oder ein fehlendes Werkzeug oder etwas anderes.

Das hilft natürlich auch um die Verantwortung für sein Leben anderen zu übertragen, denn schließlich liegt es nicht an dieser Person, dass der Erfolg ausbleibt, sondern am fehlenden Erfolgsgeheimnis. Die Wahrheit ist jedoch oft weniger spannend und nicht sehr spektakulär. Um Erfolg zu haben muss man die richtigen Dinge immer wieder tun und darf keine Ausnahmen zulassen.

Der Grund warum ich bessere Zähne habe als die meisten Menschen in meinem Alter, ist ganz einfach dass ich sie regelmäßig putze. Man erhält durch Regelmäßigkeit und durch kleine Taten große Ergebnisse, weil sie sich im Laufe der Zeit addieren. So wie es positive Gewohnheiten gibt wie Zähneputzen, Sport treiben, gesunde Ernährung und Lesen, gibt es natürlich auch schlechte wie Rauchen, Trinken, Faulheit, zuviel Fernsehen, zuviel Reden, zu schnelles Autofahren und viele andere.

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs besteht deshalb darin möglichst viele positive Gewohnheiten anzunehmen und sich die negativen abzugewöhnen.

Die besten Ergebnisse erhält man, indem man eine negative Gewohnheit durch eine postive ersetzt. Anstatt zu schnell Auto zu fahren, könnte man beispielsweise auch ganz auf das Auto verzichten und stattdessen das Fahrrad benutzen, aber noch besser ist es zu schnelles Fahren durch vernünftiges Fahren zu ersetzen und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Anstatt auf das Rauchen zu verzichten, könnte man es am Anfang durch Kaugummikauen oder Lesen ersetzen. Jedesmal wenn man zu einer Zigarette greifen möchte, nimmt man also ein Buch zur Hand oder kaut einen Kaugummi. Das hört sich alles sehr einfach an und das ist es auch. Das Schwierige ist anzufangen und durchzuhalten.

Besonders wichtig beim Entwickeln neuer Gewohnheiten ist es keine Ausnahmen zu machen. Vor allem in den ersten 30 Tagen ist es entscheidend jeden Tag die gewünschte Handlung auszuführen. Die Gewohnheit wird nur durch Regelmäßigkeit stärker. Um sie fest im Tagesablauf zu verankern ist es von Vorteil sie jeden Tag zur selben Zeit auszuführen.

Das muss nicht immer exakt auf die Minute geschehen, aber die ungefähre Zeit sollte dieselbe sein. Zum Beispiel würde das bedeuten am Abend Sport zu machen oder nach dem Aufstehen am Morgen zu lesen. Ein sehr wichtiger Fehler, vor dem ich Sie warnen möchte, ist sich zuviel vorzunehmen. Arbeiten Sie niemals an mehr als einer Gewohnheit zur selben Zeit.

Konzentrieren Sie sich auf nur eine und gehen Sie erst zur nächsten über, wenn Sie erfolgreich dabei waren. Falls Sie versuchen mehrere Gewohnheiten auf einmal zu erwerben, setzen Sie sich unnötig unter Druck und falls Sie es nicht schaffen, sinkt Ihre Motivation. Vergessen Sie nicht, dass die Regelmäßigkeit der Schlüssel ist. Es ist viel besser sich etwas Kleines vorzunehmen, bei dem man höchstwahrscheinlich Erfolg haben wird.

Erfolg im Leben ist auch eine Gewohnheit und indem Sie dafür sorgen, dass Sie immer wieder neue Ziele erreichen und sich darüber freuen, sind Sie in der Lage mehr zu erreichen. Falls Sie also seit Jahren rauchen und mehrfach versucht haben aufzuhören, aber gescheitert sind, beginnen Sie nicht mit dem Ziel in 30 Tagen das Rauchen aufzugeben.

Wählen Sie stattdessen etwas Leichteres, wie zum Beispiel die Gewohnheit jeden Tag Sport zu treiben, nur halb soviel zu rauchen wie bisher oder jeden Tag über die negativen Folgen des Rauchens zu lesen und über die Folgen nachzudenken. Oder falls es Ihr Ziel ist ein Buch zu schreiben, versuchen Sie in den ersten Wochen ein Tagebuch zu führen oder jeden Tag eine kurze Geschichte zu verfassen.

Falls Sie bisher nicht regelmäßig an Ihren Zielen gearbeitet haben und wenig Selbstdisziplin gezeigt haben, fangen Sie nicht gleich mit dem größten und schwierigsten Ziel an. Sorgen Sie einfach dafür, dass Sie in die richtige Richtung gehen. Denn genau das sind Gewohnheiten. Sie sorgen dafür, dass wir jeden Tag einen kleinen Schritt in die Richtung gehen, die zu unseren Zielen führt.

Nachdem Sie eine Sache für 30 Tage getan haben und das Gefühl haben sie zu einer festen Gewohnheit gemacht zu haben, gehen Sie zur nächsten über. Um die erste Gewohnheit müssen Sie sich kaum kümmern, denn bereits nach den ersten 30 Tagen wird es oft automatisch geschehen. Doch wichtig ist auch weiterhin standhaft zu bleiben und keine Ausnahmen zuzulassen.

Ein alltägliches Beispiel für die Macht der Gewohnheit ist der Schulterblick beim Autofahren, den wir alle in der Fahrschule lernen. Dort ermahnt uns der Fahrlehrer dutzende Male daran bis wir ihn beherrschen und durch jahrelanges Praktizieren, behalten wir ihn das ganze Leben bei. Doch auch hier ist es möglich, dass wir irgendwann faul werden und den Kopf nicht nach hinter drehen.

Erst wenn es zu einer gefährlichen Situation kommt, werden wir an den Grund für den Schulterblick erinnert und wir gehen zur alten Gewohnheit zurück. Die größte Anstrengung kosten allerdings immer die ersten Wochen und wenn Sie die ersten 30 Tage hinter sich gebracht haben, wird es viel leichter. Gewohnheiten sind sehr wichtig um Erfolg zu haben und seine Ziele zu erreichen.

Sie werden schnell bemerken, dass erfolgreiche Menschen ganz andere Gewohnheiten pflegen als erfolglose Menschen. Eine Gewohnheit von den Erfolgreichen ist beispielsweise ständiges Dazulernen und Lesen. Einige Gewohnheiten reicher Menschen sind sparsam zu sein, sich häufig Gedanken über sein Geld zu machen und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

3 Kommentare »

  1. Comment by Hanspeter Glasbeuger

    Werde einmal ein wenig den Blogg weiterempfehlen

  2. Comment by Silke Trautenstein

    Da kann ich nur zustimmen - super

  3. Comment by Susi Schmelmen

    Guter Ansatz - denke auch in diese Richtung

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